1. Entstehung und Weiterentwicklung

Unser Pflegekonzept wurde durch einen Qualitätszirkel im 1. Quartal des Jahres 2008 erstellt. Im Rahmen der monatlichen Stationssitzung wurde es allen Mitarbeitern in der Pflege vorgestellt. Im Sinne des PDCA Zykluses wird es bei Bedarf erweitert oder geändert. Einmal jährlich wird das Pflegekonzept im Rahmen eines Qualitätszirkels überarbeitet. Neue Mitarbeiter werden durch das Einarbeitungs-Konzept mit dem Pflegekonzept vertraut gemacht.

Mit Inbetriebnahme des Neubaus 2016 wurde das Pflegekonzept auf die neuen Gegebenheiten und die neue Konzeption angepasst und komplett überarbeitet.

2. Leistungsbeschreibung

Unsere Einrichtung ist eine vollstationäre Altenpflegeeinrichtung ohne fachlichen Schwerpunkt. Das Leistungsspektrum umfasst die Pflege, die soziale Betreuung und die hauswirtschaftliche Versorgung. Unsere Leistungen sind detailliert im Heimvertrag hinterlegt.

Wo immer es erforderlich ist, arbeiten wir nach Entscheidungen des Bewohners mit externen Leistungsanbietern zusammen (sh. Kooperationsbeziehungen).


3. Lage und Ausstattung

Das Matthias-Claudius-Haus liegt im Ortskern von Waldshut-Tiengen, etwa 5 Minuten Fußweg zur Innenstadt und der Fußgängerzone. Die Stadt bietet eine Vielzahl von Cafés, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und lädt durch die schöne Kleinstadtatmosphäre, eingebettet in dem landschaftlich herrlichen Südschwarzwald, zu Spaziergängen ein.

Das Matthias-Claudius-Haus ist ein helles, neues, modern eingerichtetes Haus, welches aus 100 Einzelzimmern besteht.


3.1 Räumliche Ausstattung

Das Matthias-Claudius-Haus bietet für 100 Bewohner ein Zuhause. Diese sind in 7 Wohngruppen unterteilt, in denen bis zu 14 Bewohner leben. Zu jeder Wohngruppe gehört eine Küche mit Aufenthaltsraum. Die Zimmer haben ein hohes Maß an Komfort und sind ansprechend eingerichtet. Durch das Mitbringen eigener Möbel kann eine private Atmosphäre erhöht werden. Ein eigenes Bad mit bodengleicher Dusche rundet das persönliche Wohlbehagen ab. In jedem Wohnbereich sind Wohnküchen, Sitznischen, Toiletten, Abstell- und Fäkalienräume vorhanden. Im Haus befindet sich ein Pflegebad. Die gesamte Einrichtung ist behindertengerecht, das heißt barrierefrei konzipiert; alle Stockwerke sind über zwei Aufzüge erreichbar.

Im Erdgeschoss befindet sich die Verwaltung mit einer kleinen Rezeption, die Einrichtungsleitung ein Mehrzweckraum so wie ein Personalaufentalsraum.

Der freundlich gestaltete Eingangsbereich kann von den Bewohnern als Stätte der Begegnung und Kommunikation genutzt werden. In jedem der sieben Wohngruppen befindet sich eine Küche mit Aufenthaltsraum. Hier wird unter liebevoller Anleitung von Betreuungs- und Präsenzkräften genäht, geklebt, geschnitten und in allen möglichen Varianten gebastelt, aber auch gebacken. Auch die Beschäftigung mit Würfel- und Kartenspielen gehört zu unserem Betreuungs- und Beschäftigungsangebot.

In unserem Mehrzweckraum im EG werden allerlei Gruppenaktivierungen angeboten. Siehe Wochenplan Beschäftigunskonzept. Einmal wöchentlich finden wechselnde Gottesdienste statt.
Die räumlichen Gegebenheiten des Hauses lassen jedem Bewohner die Möglichkeit für eine selbstgesteuerte Balance zwischen Kontaktaufnahme mit anderen und Privatsphäre. So bieten die Gemeinschaftsräume, sowie aufgelockerte Aufenthaltsecken dem Bewohner außerhalb des privaten Zimmers die Wahl zwischen zwangloser Begegnung und Teilnahme an Angeboten in der Einrichtung. Die Privaträume der Bewohner können mit eigenen Kleinmöbeln und nach den individuellen Vorlieben ausgestattet werden, so dass sich die Möglichkeit viel Vertrautes aus den eigenen vier Wänden mitzunehmen, anbietet.
Die Dienstzimmer befinden sich jeweils vor den Wohnküchen in jeder Wohngruppe. Das ermöglicht den Mitarbeitern ein zeitlich effektives Arbeiten und vermittelt den Bewohnern ein hohes Maß an Sicherheit. Des Weiteren ist in jeder Wohnküche eine Wand mit einer Fototapete zu einem Naturthema gestaltet.


3.2 Personelle und sachliche Ausstattung

Die personelle Ausstattung in unserem Haus wird durch die mit den Pflegekassen verhandelten Pflegesätze und der Heimpersonalverordnung des Landes Baden-Württemberg für den stationären Bereich bestimmt. Die fachliche Qualifikation entspricht den gesetzlichen Bestimmungen und wird dem qualitativ hohen Anspruch an die Pflege und Betreuung der Heimbewohner in unserer Einrichtung gerecht. Sämtliche Mitarbeiter der Einrichtung werden angemessen durch Fachkräfte angeleitet und durch ein Einarbeitungskonzept über die Ziele und Grundlagen der Einrichtung unterrichtet. Pflegehilfsmittel sind in ausreichender Anzahl vorhanden und sind so eingesetzt, dass eine fachgerechte und qualitativ gute Arbeit geleistet wird. Der Einsatz der Hilfsmittel ist sach- und situationsgerecht auf die zu pflegenden Personen bezogen und wird entsprechend in den Bewohnerunterlagen dokumentiert. Die pflegenden Mitarbeiter sind im Umgang mit diesen Hilfsmitteln geschult. In dem Bereich „Reinigung“ ist in der Einrichtung ein Dienstleistungsunternehmen tätig.

Pflegemodel

Wir sehen den Bewohner unserer Einrichtung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes. Dabei orientieren wir uns an dem bedürfnisorientierten Pflegemodell von Frau Professor Monika Krohwinkel – Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens (AEDL). Dieses  Modell zeigt die Bedeutung der ganzheitlich orientierten Pflege. Die Ganzheitlichkeit des Menschen steht dabei für die wichtigen Elemente, Körper, Geist und Seele, welche in einer Wechselbeziehung mit der Umwelt stets als ganze Einheit zu sehen sind. Für unsere Bewohner gilt als Ziel die Unabhängigkeit und das Wohlbefinden, welches durch Förderung und Unterstützung der Fähigkeiten der pflegebedürftigen Person und deren Angehörigen erhalten oder wieder hergestellt werden soll.

4. Pflegesystem

Um eine weitreichende Kontinuität in der Pflege und der sozialen Betreuung zu gewährleisten arbeiten wir auf der Grundlage der Bereichs- bzw. Bezugspflege. Sie steuert den Pflegeprozess und beteiligt dabei nicht nur den Bewohner selbst sondern auch seine Angehörigen und Bekannte. Die Wohnbereichsleitung erstellt (auf Grundlage der Anamnese, des 1. Gesprächs, und in Zusammenarbeit mit der Betreuung sowie der Bezugspflegekraft)   die Pflegeplanung und evaluiert diese. Die Pflegeplanung ist als pflegerische Verordnung für alle Pflegekräfte verbindlich. Die Pflegefachkraft wird bei der Durchführung der Pflege durch Pflegehelfer unterstützt.

5. Pflegeprozess und Dokumentation

Der Pflegeprozess als Handlungskonzept ist Grundlage unserer Pflege. Er beginnt bei der Erhebung der lebensgeschichtlichen Daten und der Anamnese schon vorher, spätestens beim Einzug des Bewohners. Das strukturgebende AEDL-Modell findet sich im Aufbau unserer Informationssammlung und der vierteljährlichen Überarbeitung der Pflegeplanung wieder. Durch die kontinuierliche Versorgung und Zuständigkeit der Wohnbereichsleitung für die Pflegeplanung ist die regelmäßige Erstellung und Aktualisierung gesichert. Die Pflegeplanung ist auf dem AEDL Modell so wie auf einem individuellen Risikomanagement „Potentieller Probleme“ und den Expertenstandards aufgebaut. Die Überprüfung der Wirkung der Pflege findet in unterschiedlichen Formen der Pflegevisite statt.

Die Dokumentation erfolgt über ein EDV-Program der Firma Swing. Die eine moderne und MDK erprobte Dokumentation anbietet.


6. Innerbetriebliche Kommunikation

Pflege und Betreuung heißt immer auch Kommunikation. Die Kommunikations-strukturen für die regelmäßige Besprechung sind in einer Übersicht dargelegt. Die Struktur wird mindestens einmal jährlich durch den Qualitätsbeauftragten überprüft. Wichtig ist dabei zu prüfen, ob alle Informationen alle relevanten Bereiche bzw. Personen erreichen. Neben festen Terminen für den Informationsaustausch und die Bearbeitung relevanter Themen werden zusätzlich folgende Instrumente der Informationsweitergabe genutzt: Aushänge, monatliche Teamsitzungen, Mitarbeiterinformationsordner und bewohnerbezogen vor allem die Pflegedokumentation.


7. Maßnahmen externes Qualitätsmanagement

Zu den Maßnahmen des externen Qualitätsmanagements zählen zum einen die auf der Grundlage der Gesetzgebung durchgeführten Kontrollverfahren (durch Institutionen wie z.B. die Heimaufsicht, Pflegekassen oder Sozialhilfeträger).

8. Kooperationsbeziehungen

Wir unterhalten enge Kooperationsbeziehungen zu den Ärzten der Bewohner. Unbeeinflusst vom freien Wahlrecht haben wir Empfehlungsparten in folgenden Bereichen: Apotheke, Sanitätshaus, Fußpflege, Friseur, Logopädie,Krankengymnastik. 


Vertraglich festgelegte Kooperation haben und unterhalten wir mit der.

Bad Apotheke aus Maulburg
Firma Illenseer Inkontinezversorgung
Essig Speiseversorgung
Buchholz Wäscheversorgung
Cowa Gebäude- und Zimmerreinigung